Riesen-Spielfeld in Wales sorgte für viel Laufarbeit
Simon Rolfes am 18.09.2007 - 17:25 Uhr
Erfolgreiche Tage liegen hinter mir. Der Sieg gegen Bochum, die Nominierung für die Nationalmannschaft, mein viertes Länderspiel und unsere beiden Siege mit dem DFB. So macht das richtig Spaß. Von den beiden Siegen war der erste zwar wertvoller für uns, weil er drei Punkte für die EM-Qualifikation brachte, aber jeder wird verstehen, dass mir persönlich natürlich der Sieg gegen die Rumänen noch mehr in Erinnerung blieben wird, weil er mit einem eigenen Einsatz verbunden war. Ich durfte in der zweiten Halbzeit ran, in der wir die Partie nach dem 1:1-Pausenstand für uns entscheiden konnten. Das gibt einem schon das Gefühl, dass man richtig etwas beitragen konnte.
Dass ich immer wieder meine Einsätze unter Jogi Löw bekomme, trägt auch dazu bei, dass ich mich bei der Nationalmannschaft so wohl fühle. Diesmal lag es aber auch daran, dass wir in Köln untergebracht waren. Das war für viele, so auch für mich, fast schon heimisches Terrain. So gingen die zehn Tage schnell rum, weil wir an unseren freien Nachmittagen praktischerweise zu Hause vorbeischauen konnten. Das betraf ja nicht nur uns Leverkusener, sondern auch andere.
Noch ein paar Worte zu den letzten beiden Spielen: Ein Kuriosum habe ich bei der Partie gegen Wales erlebt. Ich weiß gar nicht, ob es am Fernseher so rüber kam, aber der Platz war einfach riesengroß. Hinterher haben wir erfahren, dass die Spielfeldbegrenzung sogar schon etwas verkleinert wurde im Vergleich zu den anderen Fußball-Spielen, die dort stattfinden, aber er war immer noch riesig. Das liegt wohl daran, dass dort eigentlich Rugby gespielt wird, wo es offensichtlich etwas weiträumiger zugeht. Der walisische Volkssport Rugby hat übrigens auch dafür gesorgt, dass die Tribünen beim Länderspiel ganz schön leer blieben. Zeitgleich lief gerade ein Spiel der Rugby-WM, dass wohl sehr viel Interesse geweckt haben muss. Am Ende war es egal, wir haben die drei Punkte gern mitgenommen.
Mit ein paar Tagen Distanz muss man auch feststellen, dass der Sieg gegen Bochum nicht so berauschend war, wie das Ergebnis es aussagt. Wir waren etwas schwerfällig. Auch der VfL hatte seine Chancen in Führung zu gehen und dann wäre es ganz schwer für uns geworden. Aber wir haben drei Punkte geholt und das gegen Bochum, die in diesem Jahr offensichtlich eine ganz gute Rolle spielen werden. Was wir geschafft haben, blieb zum Beispiel schon den Bremern und Hamburgern verwehrt. Darauf sollten wir aufbauen.
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