Jetzt stehen wir auch auf der Pokal-Opfer-Liste von Pauli
Simon Rolfes am 14.08.2007 - 15:59 Uhr
Den Saisonstart hätte sich jeder von uns sicher etwas reibungsloser gewünscht. Das Pokal-Aus hätten wir uns ersparen müssen. Und beim 0:0 gegen Cottbus blieb die Ausbeute deutlich unter dem, was wir uns mit unserem Engagement verdient hatten.
Dass ich den weiteren Saisonverlauf dennoch nicht skeptisch betrachte, liegt an unserer Leistungssteigerung zwischen dem ersten und zweiten Spiel. In St. Pauli, wo wir jetzt wahrscheinlich als weiterer Klub auf deren prominenter Pokal-Opfer-Liste geführt werden, hatten wir zwar gut angefangen, waren aber nicht zielstrebig genug. Wir hatten trotz der Dominanz keine klaren Torchancen. Und mit zunehmender Spielzeit sind wir dann immer ungeduldiger und offener geworden und plötzlich kamen die Paulianer zu Konterchancen und waren im Spiel. Und wenn vorn kein Treffer fallen will, dann klingelts hinten. Typisch Fußball!
Gegen Cottbus traten wir anders auf. Es gab nur eine Richtung, und das war das Energie-Tor. Wir ließen zu keiner Minute die Köpfe hängen, glaubten immer an einen Sieg und haben richtig Druck gemacht. Nur Pech verhinderte einen Treffer für uns. Bezeichnend war doch die Szene als Bernd Schneider den Freistoß an den Innenpfosten setzte. Ich stand nur wenige Meter von diesem Pfosten entfernt und neben mir einige andere Kollegen. Dieser Ball hätte wirklich den Pfosten überall berühren können, immer wäre einer da gewesen und hätte den Abpraller über die Linie gedrückt. Nur so, wie die Kugel rausgesprungen ist, war dies nicht möglich. Das war schon frustrierend. Mut macht aber auch die Tatsache, dass wir an so einem Tag wenigstens zu Null spielen. Ich kann mich an Spiele im letzten Jahr erinnern, die wir dann sogar noch verloren haben.
Am Wochenende wartet der HSV. Eine reizvolle Aufgabe und ein Stadion, aus dem wir zuletzt immer wieder erfolgreich Punkte mitnahmen, vier aus den letzten beiden Partien. Wenn wir dort eine Schippe drauflegen, kann es wieder mit einem Sieg klappen. Vielleicht sogar zum dritten Mal in Folge mit einem Spiel zu Null.
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