Mein Mathe-Unterricht-Comeback: Respekt vor den Lehrern
Simon Rolfes am 05.05.2007 - 13:40 Uhr
In der vergangenen Woche hatte ich einen außergewöhnlichen Termin. Ich war zu Besuch im Mathematik-Unterricht einer achten Klasse in einem Leverkusener Gymnasium. Da fühlte ich mich als ehemaliger Mathe-Physik-Leistungskursler richtig heimisch. Es wurde in dieser Stunde ausgerechnet, ob alle Zuschauer der BayArena auf das Spielfeld passen würden.
Vielleicht kann man das Ergebnis ja mal gebrauchen, wenn wir einen Titel holen und die Fans das Feld stürmen wollen. Den Rest der Unterrichtsstunde haben wir uns natürlich über Fußball unterhalten. Mit 30 Schülern war die Klasse richtig groß. Da konnte man sehen, welche Herausforderung es für einen Lehrer ist, alles zu managen. Individuelle Förderung ist da kaum möglich. So viele Schüler wie in dieser Klasse saßen, stehen bei uns nicht mal beim Training auf dem Platz. Respekt vor der Leistung der Lehrer.
Titel sind für Bayer momentan Zukunftsmusik. Unsere Konzentration muss jetzt darauf liegen, die UEFA-Cup-Qualifikation sicher zu stellen. Wir kämpfen weiter mit Nürnberg um Platz fünf und haben Hoffnungen, dass sogar Platz sechs reicht. Aber auch dieser muss erstmal gesichert werden. Hannover, Hertha und Cottbus sind uns auf den Fersen.
Dennoch sollten wir uns nicht die Hosen voll machen, da sind ja noch ein paar Punkte Abstand. Vielmehr müssen wir uns an die starken Auftritte unserer Saison-Achterbahnfahrt erinnern und genau so gegen Bielefeld antreten. Die Arminen dürfen wir nicht unterschätzen. Zu welchen Leistungen sie fähig sein können, haben sie erst am letzten Sonntag gegen Werder gezeigt.
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