Die UEFA-Cup-Auslosung ist gut gelaufen
Simon Rolfes am 16.03.2007 - 20:42 Uhr
Jetzt haben wir einen Einblick, wie die Zielgerade im UEFA-Cup-Wettbewerb aussieht. Die Auslosung hat uns wirklich attraktive Begegnungen beschert. Osasuna halte ich für eine schwere, aber machbare Aufgabe. Die Spanier spielen keine große Rolle in der spanischen Meisterschaft. Eine große Motivation ist für uns das mögliche Halbfinale, das entweder gegen den Titelverteidiger FC Sevilla oder gegen die Tottenham Hostpurs ausgetragen wird. Es würde auf jeden Fall eine Knaller-Partie.
Gespannt habe ich am Donnerstag beim Mittagessen im BayArena-Restaurant "Calcio" die Auslosung verfolgt. Ich war selbst überrascht, wie aufgeregt man doch das Ziehen dieser Loskugeln verfolgt. Richtig durchgeatmet habe ich, als feststand, dass wir auf Werder erst im Finale treffen können. Dass sich beide deutsche Teams schon vorher begegnen, hat sich bestimmt keiner gewünscht.
Mein zweiter Wunsch ist allerdings nicht in Erfüllung gegangen. Ich hätte gern zuerst auswärts gespielt, um dann mit der Stimmung in der BayArena die positive Entscheidung zu erzwingen. Nicht mal im Halbfinale hätten wir diesen Vorteil. Dass dies ein Vorteil ist, hat man im Achtelfinale gesehen. Bis auf den FC Sevilla haben sich in den anderen sieben Vergleichen immer die Rückspiel-Gastgeber durchgesetzt. Und die Südspanier haben es ja auch nur auf ganz kuriose Weise geschafft. Ein entscheidender Treffer eines Torhüters in der Nachspielzeit hat es sicher international noch nie gegeben. Kein Wunder, dass die Ukrainer in der Nachspielzeit geschockt waren und die Partie noch verloren.
Mein Bauchgefühl am Morgen sagte mir, dass wir gegen den AZ Alkmaar spielen müssen, aber ich habe mich getäuscht. Gegen die Niederländer haben wir vor zwei Jahren mit Aachen nach einem dramatischen Vergleich den Kürzeren gezogen. Für mich persönlich war das eine der großen Enttäuschungen in meiner Karriere, weil wir damals die Chancen, die sich uns auftat, nicht nutzen konnten. Ich hatte die größte Chance des Spiels. Ich hätte uns damals weiterschießen können. Mit Alkmaar hätte sich der Kreis geschlossen. Ich bin sicher, dass ich diesmal gezeigt hätte, dass ich mich bei Bayer weiterentwickelt habe. Jetzt spielen die Werderaner gegen Alkmaar. Sie dürfen sie nicht unterschätzen.
Wichtig wird sein, dass wir uns in der Bundesliga wie schon in den letzten Wochen den nötigen Rückenwind holen. Am Sonntag wollen wir unsere kleine Serie ungeschlagener Spiele ausbauen.
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