Gegen Sion war wieder ein anderer Geist im Spiel

am 30.09.2006 - 10:53 Uhr


Nach dem Sieg gegen den FC Sion wurde bei uns so richtig tief durchgeatmet. Da ist extrem viel Druck von uns abgefallen. Und für mich war es umso schöner, dass wir es noch geschafft haben, immerhin war ich beim Gegentreffer nicht ganz unschuldig. Mein Gegenspieler hatte sich in meinem Rücken davon gestohlen. Das darf nicht passieren. Wenn wir deswegen ausgeschieden wären, hätte ich mich einbuddeln lassen können.
So aber kann ich mich freuen, dass ich auch mit meinem dritten Verein (nach Bremen und Aachen) UEFA-Cup spielen kann.

Wieviel Last von uns abgefallen war, konnte man sogar noch in der Schlussphase dieser Partie erkennen, als der Ball wirklich gut lief. Bernd Schneider hat ein überragendes Spiel abgeliefert. Er scheint einer der ganz wenigen Nationalspieler zu sein, denen die WM-Belastung nichts ausmacht.

Wichtig war es auch nach zuletzt vier sieglosen Auswärtsspielen, Selbstvertrauen über unsere Heimstärke zu sammeln. Gegen den FC Sion war ein ganz anderer Geist spürbar, als noch bei unseren vergangenen Bundesliga-Spielen. Wir standen kompakter, waren aggressiver, haben mit mehr Tempo gespielt und uns endlich mal wieder viele Chancen herausgearbeitet. Eigentlich so, wie wir es an den beiden ersten Spieltagen schon gezeigt hatten.

Das macht Mut für das Spitzenspiel gegen Schalke am Sonntag. Ich habe ein gutes Gefühl. Wenn wir diese Partie gewinnen könnten, dann hätten wir einiges wieder gerade gerückt.

Ein Wort noch zu Gerald Asamoah. Ich hoffe, dass er nach diesem brutalen Foul schnell wieder auf die Beine kommt. Ich konnte mir die Bilder und die Fotos, die im Umlauf waren gar nicht anschauen, so schlimm sahen sie aus. Da läuft es Dir als Profi immer kalt den Rücken runter.


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