AACHENER NACHRICHTEN: Zwei Spieler für die Rolfes-Position

www.simon-rolfes.de am 17.04.2005 - 17:03 Uhr


Aachen. Die Entscheidung fiel nach einem Gespräch mit Rudi Völler, Klaus Augenthaler, Michael Reschke und Peter Herrmann am Wochenanfang. «Die waren top vorbereitet», begeisterte sich Simon Rolfes nach dem Termin mit Bayers Strategen. Am Samstag hat er dem Klub für drei Jahre zugesagt.

Und neben dem «guten Gefühl» war die sportliche Perspektive entscheidend. Leverkusen will in der nächsten Spielzeit - anders zum Beispiel als der ebenfalls interessierte Hamburger SV - mit zwei defensiven Mittelfeldspieler agieren. Und da könnte der hoch talentierte Stratege sich einen Stammplatz an der Seite von Carsten Ramelow erarbeiten.

Natürlich landet der 23-Jährige auch im Land der großen Zahlen. Aber es gibt noch ein anderes Argument für die Fußballabteilung des Werksklubs: «Sie sind regelmäßig im internationalen Wettbewerb vertreten.» Aachen kassiert 650.000 Euro für den jungen Mann, den der Manager vor ein paar Monaten noch zum Nulltarif zum Tivoli gelotst hatte. Kein schlechtes Geschäft. Ein Nachschlag, falls Rolfes zum Beispiel zum Nationalspieler aufsteigen sollte, fällt weder für Aachen noch für Rolfes' früheren Verein Werder Bremen an. «Sein Schritt ist logisch und konsequent», meint Jörg Schmadtke. «Er wird sich durchsetzen.»

Und wer soll Rolfes in der nächsten Spielzeit ersetzen? Der Verein hat umgehend gleich zwei Alternativen verpflichtet. Natürlich ablösefrei. Aus Unterhaching wechselt Goran Sukalo. Der slowenische Nationalspieler gilt als «kopfball- und spielstark», so Schmadtke. In 42 Partien erzielte der 23-Jährige sieben Tore. Aus Aue kommt, ebenfalls für zwei Jahre, Matthias Heidrich, 27, nach Aachen, der dort als Führungsspieler gilt.

«Die beiden werden uns auf jeden Fall weiterhelfen, egal in welcher Liga», prognostiziert Schmadtke. Die beiden Rechtsfüßler müssen auskegeln, wer am besten zum gesetzten Rainer Plaßhenrich passt. Damit ist der Stellenplan für das defensive Mittelfeld ausgereizt. Im Fokus des Managers sind nun Spieler für beide Außenbahnen.



  Zurück